Es handelt sich bei diesem Steindruckverfahren um eine sehr frühe Technik, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Alois Senefelder entwickelt wurde. (Siehe hierzu auch Druckgeschichte Teil 5 Alois Senefelder) Da die Lithografie mittlerweile keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat und hauptsächlich nur noch im künstlerischen Bereich eingesetzt wird, soll sie an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden. Flachdruckverfahren basieren auf dem Prinzip der gegenseitigen Abstoßung von Wasser und Fett. Alle Elemente, sowohl die zu druckenden als auch die nicht zu druckenden, liegen bei diesem Verfahren in einer Ebene. Üblicherweise wird als Trägermaterial bzw. als Druckform Aluminium verwendet. Für die Übertragung der Informationen auf die Druckplatten werden heute Filme eingesetzt, oder man verwendet bereits Computer-to-Plate-Anlagen (CtP), mit denen die Informationen direkt aus dem Datenbestand heraus mit einem Laser auf die Druckplatte übertragen werden. Nach einer chemischen Bearbeitung sind die zu druckenden Elemente hydrophob (wasserabstoßend) bzw. oliophil (fettfreundlich) und nehmen somit fetthaltige Farbe an. Die restliche Fläche ist hydrophil und nimmt keine (fetthaltige) Farbe an. Im Druckprozess wird kein physikalischer Druck ausgeübt, nur ein leichter Berührungsdruck. Im Offsetdruck wird ausschließlich nach der Methode Rund-Rund gearbeitet, da bei diesem Verfahren viel Wasser zum Einsatz kommt und ansonsten (bei Rund-Flach- oder Flach-Flach-Methoden) eine zu große Menge des Wassers auf den Bedruckstoff gelangen würde. Um dies zu vermeiden, verwendet man ein Gummituch, welches die Feuchtigkeit annimmt und die zu druckenden Informationen auf den Bedruckstoff überträgt. Die Druckform selber kommt also gar nicht mit dem Bedruckstoff in Kontakt. Daher nennt man dieses Verfahren auch indirektes Druckverfahren. Man verwendet üblicherweise ein Wasser-Alkoholgemisch, da der schneller verdunstende Alkoholanteil einen kühlenden Effekt hat und so wird verhindert, dass sich das Farbwerk zu stark erwärmt.
Der Offsetdruck, insbesondere der Bogen-Offsetdruck, wird als Maßstab für die Qualität aller anderen Druckverfahren angesehen. Typische Merkmale dieser Drucktechnik sind beispielsweise, dass keine Schattierung auf der Rückseite erkennbar ist und es keinen Quetschrand gibt. Allerdings brechen helle Lichter optisch weg und dunkle Tiefen laufen zu. Außerdem sind sowohl Bild- als auch Schriftelemente an den Kanten nicht immer absolut scharf. Mit speziellen Farben oder Lacken können ein sehr hoher Glanz und eine brillante Wirkung erzeugt werden. Besonders die Farbwiedergabe weist bei diesem Druckverfahren eine sehr hohe Qualität auf. So kann man neben normalem Papier auch Bedruckstoffe mit strukturierter Oberfläche bedrucken. Die Haupteinsatzgebiete liegen im Bereich der Geschäftsdrucksachen, Bücher und Bildbände, Kataloge und auch Verpackungsmaterialien. Grundsätzlich ist das Offsetverfahren für Drucksachen mit einer hohen Auflage geeignet.
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Bogen-Offsetdruck
Bei diesem Flachdruckverfahren kommen relativ aufwendige Druckwerke zum Einsatz. Ein Beispiel für eine solche Maschine wäre die MAN Roland R700. Besonders das Farbwerk ist hier sehr komplex und erfüllt mehrere Aufgaben. Es dient nicht nur dem Transport der Farbe zum Plattenzylinder, sondern es ist gleichzeitig auch ein Farbspeicher, der für einen gleichbleibenden Farbauftrag wichtig ist. Dieser Farbspeicher ermöglicht auch einen qualitativ hochwertigen Druck hinsichtlich der Farbigkeit, wenn in Druckrichtung direkt hintereinander unterschiedliche Mengen einer Farbe benötigt werden. Ein weiterer Vorteil bezüglich der Farbe ist, dass bei Bogen-Offsetmaschinen mehrere Druckwerke direkt hintereinander in einer Maschine enthalten sind. Es ist daher möglich, in einem Durchlauf gleich mehrere Farben zu drucken. Hat die Maschine mehr als vier Druckwerke, so können zu den Prozessfarben CMYK auch noch Sonderfarben gedruckt werden. Auch ein weiteres Lackwerk kann hinter den Druckwerken platziert werden, sodass die Drucke noch in der Maschine mit einer Lackschicht überzogen werden können. Mit einer zusätzlichen Wendeeinrichtung kann sogar die Rückseite in ein und demselben Durchlauf bedruckt werden. Meist ist außerdem am Ende der Druckmaschine noch ein Trocknermodul integriert, vielfach ein Infrarottrockner. Bis vor einiger Zeit waren Bogen-Offsetmaschinen hauptsächlich für Papierbögen und dünne Kartons geeignet. Mittlerweile verwendet man größere Gegendruckzylinder, wodurch der Radius, um den der Bogen geführt werden muss, deutlich gerader verläuft. Dies ermöglicht auch das Bedrucken von stärkeren Papieren bzw. Karton oder Pappe. Von der Firma Heidelberg gibt es beispielsweise die Druckmaschine Speedmaster mit einem normal großen Gegendruckzylinder und die Speedmaster CD mit einen Gegendruckzylinder doppelter Größe - heute wird vor allem letztere gebaut.
Rollen-Offsetdruck
Der Rollen-Offsetdruck arbeitet mit der Rollentechnologie. Hierbei werden anstelle von Papierbogen Papierrollen verwendet, die erst während der Weiterverarbeitung zugeschnitten werden. Man unterscheidet zwischen zwei Druckvarianten: Heatset und Coldset. Die Heatset-Variante wird auch als Illustrations- oder Akzidenz-Rollen-Offsetdruck bezeichnet. Bei diesem Verfahren müssen die Papierbahnen nach dem Druckprozess mindestens eine Sekunde lang getrocknet werden, daher haben die Maschinen am Ende ein langes Trocknermodul von meist etwa 15 m. Drucke aus den Heatsetmaschinen erkennt man an ihrer leicht glänzenden Oberfläche und am Geruch der restlichen Lösungsmittel, die in den Farben enthalten waren. Ein Vorteil des Rollenoffsetverfahrens ist, dass in den verwendeten Maschinen Vorder- und Rückseite der Papierrollen gleichzeitig bedruckt werden können. Genau wie beim Bogen-Offsetdruck können auch hier neben den Prozessfarben Sonderfarben eingesetzt werden. Außerdem kann die bedruckte Bahn beim Rollen-Offsetdruck nach dem Trockenprozess noch in der Maschine weiterverarbeitet werden. In einem integrierten bzw. angeschlossenen Falzapparat werden die Bahnen beispielsweise direkt gefalzt. Die Coldset-Variante unterscheidet sich, was das Druckverfahren betrifft, nicht von der Heatset-Variante. Allerdings sind die Maschinen anders aufgebaut und weisen eine andere Konstruktion und einen anderen Umfang auf. Der auffälligste Unterschied ist, dass beim Coldset-Verfahren im Gegensatz zum Heatset-Verfahren der Druckverlauf senkrecht ist. Außerdem fehlt das Trocknermodul, da es hier nicht notwendig ist. Aufgrund des senkrechten Druckverlaufs handelt es sich eigentlich vielmehr um Drucktürme. Von diesen Türmen können mehrere hintereinander geschaltet werden. Oberhalb der Drucktürme werden die einzelnen sogenannten Stränge zu einem Strang zusammengeführt. Diese Variante des Rollen-Offsetdrucks wird hauptsächlich für den Druck von Zeitungen eingesetzt.
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Das neue Druckverfahren - die Skia Photography - übertrifft jeden Handabzug aus der Dunkelkammer in der tiefen, im Schwarz gradierten Bildsättigung deutlich. Mit dem Verfahren werden sogar Details sichtbar, die auf konventionellen Reproduktionen nicht erkennbar waren.
In seinem zwanzigsten und damit letzten Tipp dieser Reihe verrät Matthias Günther, der gemeinsam mit Detlev Hagemann und Isolde Kommer das im Verlag Addison-Wesley erschienene Buch QuarkXPress8 für Insider verfasst hat, wissenswertes über Objekt- und Inhaltswerkzeuge.
Heute erklärt Matthias Günther, Mitautor des im Verlag Addison-Wesley erschienen Buches QuarkXPress8 für Insider, Ihnen, wie Sie die Option „Objekte Sperren“ richtig einsetzen. Insbesondere geht er dabei auf die relativ unbekannte Möglichkeit, eine Teilsperrung von Objekten vorzunehmen ein.
Im dritten und damit letzten Teil über die Objektstile verrät Ihnen Matthias Günther, Mitautor des im Verlag Addison-Wesley erschienen Buches QuarkXPress8 für Insider, wie Sie Objektstile zuweisen, wie verwendete Objektstile angezeigt werden können und einiges mehr.
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